Warum Sie für diese Form der Sachspenden einen Vermittler brauchen?


Zunächst eine Gegenfrage:

Warum wird diese Spendenform (Sachspende mit Anrechnung Ausgleichsabgabe, keine Arbeit mit dem Projektmanagement) bisher von den Spenderfirmen nicht selbst praktiziert? Die äußeren Bedingungen sind doch gegeben, auch ohne meine Agentur.


Nach 10 Jahren fasse ich meine Erfahrungen wie folgt zusammenfassen:

 a) Situation bei den Spendengebern:

Die Firmen haben oft keine Zeit/kein Personal, um die notwendigen Informationen zu beschaffen.
Dabei geht es um solche Fragen wie:
Welche Behindertenwerkstatt hat Produkte, die für Sachspenden geeignet sind?
Sind die Produkte für den Einsatz in Kindergärten (TÜV-zertifiziert und sicherheitsgeprüft) geeignet?
In welcher sozialen Organisation ist gerade Bedarf für diese Produkte?
Der Aufwand für jemanden, der nicht über mein Know-How verfügt, ist ganz erheblich!
Deshalb wurde und wird immer noch in den meisten Firma „schneller eine Geldspende gemacht“. Daran ist ja auch nichts verkehrt. Aber es gibt eben auch andere Wege!

b) Situation bei den sozialen Organisationen:

In den meisten Fällen geht die Sachspende an Kindergärten oder Kinderheime. Dort ist die Personaldecke sowieso so dünn, dass manchmal die Hauptaufgabe, die pädagogische Betreuung der Kinder, kaum zu leisten ist. Wir alle kennen die Situation aus den Medien. Wer sollte da noch Zeit aufbringen, um für die ständig benötigten Sachmittel nach Firmenspendern zu suchen? Da geht man doch lieber zum kommerziellen Handel oder ins Internet und kauft die Sachen dort.

Selbst bei den übergeordneten Trägern hat man für diese Form der Spendenbeschaffung keine Zeit.

Außerdem wissen auch die Kita’s nicht, welche Behindertenwerkstatt geeignete Produkte für sie hat.

c) Situation in den Behindertenwerkstätten:

Die Personalausstattung in den Behindertenwerkstätten lässt es (meist) nicht zu, das jemand aktiv nach draußen geht, um zusätzliche Aufträge hereinzuholen. Die Umsetzung eines Sachspendenauftrages, wo man auch den Spendenempfänger „mitbringen“ muss, ist schon gar nicht zu leisten.


Wer bezahlt mich?

Meine Agentur arbeitet im Auftrag der Behindertenwerkstätten bzw. der Rehabilitationsbetriebe. Sobald ich dort einen Arbeitsauftrag (Sachspendenauftrag) einreiche, dieser vom Spendengeber bezahlt und das Projekt ordnungsgemäß abgewickelt ist, erhalte ich eine Provision.

Mitunter vergehen Wochen und Monate, bis ich eine Entlohnung für meine geleistete Arbeit erhalte.
Die Vorlaufzeit vom Erstkontakt bis zur Erteilung des Sachspendenauftrages ist enorm lang; der längste Fall dauerte fast 4 Jahre.